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Bischofshofen -Workshop "Heimat schmecken..."

Unter dem Motto „Heimat schmecken – den Lebensmitteln auf der Spur“ informierte Dipl.Päd. Ing. Maria Rettenwender von der Bezirksbauernkammer St. Johann/Pg. über Herkunft, Qualität, Preis und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln.

Die Essgewohnheiten der ÖsterreicherInnen haben sich seit 1990 verändert, der Verbrauch an Gemüse ist um 34 Prozent gestiegen. Auch ein Trend Richtung Bio ist feststellbar. Dabei sollte allerdings gelten: „Regional ist erste Wahl – Bio ist gut - Bio aus der Region ist besser“. Denn je weiter Obst oder Gemüse transportiert werden, umso höher ist die CO²-Belastung für die Umwelt. So können beispielsweise die Zutaten für einen Obstsalat mit unterschiedlichen tropischen Früchten bis zu 74.000 Kilometer transportiert worden sein, das ist rund zwei Mal um den Erdball.

Obst und Gemüse sollen fünf Mal am Tag und so frisch wie möglich verzehrt werden, denn sie verlieren sehr rasch an Vitaminen und Mineralstoffen. Die größten Feinde sind Wasser, Sauerstoff, Licht und Hitze. Zudem reifen bestimmte Obst- und Gemüsesorten nicht nach. Im Zweifelsfall sollte man daher lieber zu Tiefkühlprodukten greifen. Viele Lebensmittel und Getränke enthalten versteckten Zucker. Aber auch Zuckeraustauschstoffe sollten mit Bedacht verwendet werden. Denn durch künstlichen Süßstoff steigt der Appetit auf Süßes.

Dass Lebensmittel ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind zeigen folgende Zahlen: Jeder sechste Arbeitsplatz hängt in Österreich mit Lebensmitteln zusammen. In Rechenbeispielen führte die Referentin anschaulich vor Augen, dass Qualität nicht teuer sein muss. So ist ein selbst hergestellter Kräutertopfenaufstrich billiger als ein gekaufter. Und wer das heimische Wasser als Durstlöscher wählt, lebt gesund und kann zudem sparen. Denn täglich sollte man mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten in Form von Wasser oder Kräutertee. Bei der abschließenden Joghurtverkostung konnten die TeilnehmerInnen selbst entscheiden, was besser schmeckt: Die Palette reichte vom Biojoghurt vom Bauern mit selbst erzeugter Erdbeermarmelade bis hin zu einem Fruchtjoghurt mit Geschmacksverstärker. In jedem Fall gilt, so die Referentin: „Von allem etwas, aber von allem nicht zu viel“.

„Im Rahmen des Projektes ‚Gesundes Salzburg 2010’ wollen wir über gesunde Ernährung informieren aber auch Bewusstsein schaffen, dass gesundes Essen nicht unbedingt teurer sein muss“, so die Leiterin der Arbeitsgruppe „Ernährung“ im Rahmen des Projektes „Gesundes Salzburg 2010“ StR. ÖR Barbara Saller. Als weitere Aktivitäten sind u.a. Kochkurse, eine Ausweitung der Gesunden Jause in den Schulen, Vorträge und die Teilnahme an einem
Gesundheitstag im Herbst geplant.